Craps
Wer sich schon einmal näher mit Craps beschäftigt hat, für den wird das Spiel auf den ersten Blick etwas verwirrend sein. Doch bei genauerer Betrachtung wird man von dem Spielverlauf begeistert sein, zieht er doch alle, ganz gleich ob Spieler oder Zuschauer in seinen Bann. Das aufregende Würfelspiel ist auch manchmal Teil in amerikanischen Filmen, bei denen es ebenfalls hoch hergeht. Was macht die Faszination aus? Vielleicht ist es die Spielart, zu der sehr viel Glück dazugehört oder aber das straffe Regelwerk, das auf den ersten Blick etwas verwirrend klingt.
Allgemeine Spielregeln
Doch diese Spielregeln sind recht einfach erklärt. Man muss vor Spielbeginn einfach nur auf einen Würfelwurf wetten. Hierfür werden zwei ganz normale Würfel benötigt. Mitspielen kann grundsätzlich jeder, es wird nach jeder Runde der Würfel im Uhrzeigersinn weitergegeben und reihum gewürfelt. Der Werfer, auch Shooter genannt, nimmt die beiden Würfel, mit denen er würfeln möchte. Seine erste Aufgabe ist es, einen Line-Einsatz zu tätigen. Das bedeutet also entweder einen Pass-Line oder eben einen Don’t Pass-Line-Einsatz. Die anderen Spieler oder Zuschauer am Tisch können ihre Einsätze nun ebenfalls tätigen. Der Tisch selbst ist real mit einem Billardtisch zu vergleichen. Er ist meist grün ausgelegt, das Spielfeld ist hierauf markiert, und hat einen erhobenen Rand. Es ähnelt auf den ersten Blick auch einem Roulettefeld, auf dem man seine Einsätze machen kann und in die vorgegebenen Feldern (Wett- und Spieldiagramme) platzieren darf. Daher ist in dieser “Wanne” auch ein Würfelwurf ohne Weiteres möglich. Die Runde beginnt, indem der Werfer seine Würfel an die gegenüberliegende Seite des Tisches wirft. Dieser erste Wurf wird bei Craps als “Come out-Wurf” bezeichnet.
Was ist ein Come out-Wurf?
Wird beim ersten Wurf eine 7 oder aber auch eine 11 gewürfelt, gewinnen diejenigen, die auf die Pass-Line gesetzt haben. Diejenigen, die auf die Don’t Pass-Line gesetzt haben, haben ihren Einsatz verloren. Dieser Spielzug ist damit sofort beendet. Wird jedoch eine 2 oder eine 3 gewürfelt, verlieren die Einsätze der Pass-Line. Dann sind die Einsätze der Don’t Pass-Line die Gewinner. Wenn eine 12 gewürfelt wurde, dann spricht man von einem Unentschieden.
Würfelt der Spieler hingegen eine Zahl von 4 bis 10, dann wird diese Zahl zum Richtpunkt für den Spieler. Der Dealer des Tisches setzt einen Puck genau auf diese Zahl, der Werfer würfelt nun so lange die Würfel, bis er diese Zahl erreicht oder aber Craps würfelt. Trifft er seine Zahl, dann gewinnen die Spieler, die auf die Pass-Line gesetzt haben, die Don’t Pass-Line-Spieler haben demnach verloren. Diese können nur gewinnen, wenn der Werfer eine 7 würfelt, bevor seine eigentliche Zahl, also die markierte Zahl gewürfelt wird.
Die unterschiedlichen Einsatz-Arten
Es besteht eine große Hülle und Fülle, wenn es um die unterschiedlichen Einsatz-Möglichkeiten geht. Die Wichtigsten sind schnell erklärt und können auch sofort umgesetzt werden. Weiterführende Einsätze wird man erst in Betracht ziehen, wenn man sich mit dem Spiel und dem Ablauf besser vertraut gemacht hat.
Zu den einfachsten Einsätzen bei Craps zählen ohne Zweifel die Pass-Line-Einsätze. Hierbei wettet man bei dem Come out-Wurf entweder auf eine 7 oder aber auf eine 11. Sollte bei diesem Come out-Wurf tatsächlich eine 7 oder eine 11 fallen, dann hat man seinen Einsatz bzw. sein Geld verdoppelt. Wird hingegen eine Zahl zwischen 4 und 10 gewürfelt, wird ein Punkt gemacht. Wird hier dann auf die Pass-Line gesetzt, dann hofft der Setzer darauf, dass der Werfer diese Punktenummer noch einmal erreicht, bevor eine 7 fällt. Gelingt dies dem Werfer, wird der Einsatz der Pass-Line-Setzer ebenfalls verdoppelt. Verloren hat man, wenn beim Come out-Wurf eine 2, 3 oder auch eine 12 gewürfelt wurde. Dann ist der Pass-Line-Einsatz weg – ebenfalls, wenn ein Punkt gewürfelt wurde oder aber die 7 fällt. Auch dann zählt man zu den Verlierern.
Die Don’t Pass-Line-Einsätze sind das genaue Gegenteil der Pass-Line-Einsätze. Setzt man auf die Don’t Pass-Line setzt man zugleich auch gegen den Werfer, denn man hat das Ziel, dass dieser eine 2, 3 oder eine 12 würfelt. Wurde zuerst ein Punkt gewürfelt, dann hofft man darauf, dass eine 7 fällt, bevor die tatsächliche Zahl gewürfelt wird. Die Chancen hierfür stehen erwiesenermaßen nicht schlecht.
Die Erweiterung: Come-Einsätze
Der Come-Einsatz ist mit dem Pass-Line-Einsatz so ziemlich gleichzusetzen. Der Come-Einsatz ermöglicht den Einsatz bei jedem einzelnen Wurf. Diese werden getätigt, nachdem ein Punkt gewürfelt wurde. Würfelt der Werfer zuerst eine 7 oder eine 11, nachdem ein Come-Einsatz getätigt wurde, ist dieser ein Gewinner. Wird allerdings eine 2, 3 oder eine 12 gewürfelt, gilt der Come-Einsatz als verloren. Fällt irgendeine Nummer, dann werden die Come-Einsätze auf die entsprechenden Felder auf dem Tisch verschoben. Dann gewinnt derjenige, der auf dem Feld steht, dessen Zahl gewürfelt wurde, bevor eine 7 fällt. Sollte die 7 zuerst fallen, dann sind die kompletten Come-Einsätze verloren.
Don’t Come-Einsätze
Don’t Come-Einsätze sind auch hier das genaue Gegenteil der Come-Einsätze. Diese gewinnen nur, wenn der Werfer eine 2 oder auch eine 3 würfelt. Fällt eine 12, gilt dies als Unentschieden. Wird eine Zahl zwischen 4 und 10 geworfen, dann muss zuerst eine 7 vor der entsprechenden Nummer gewürfelt werden, damit der Don’t Come-Spieler auch einen Sieg davontragen kann. Für alle einfachen Wetten gilt ohne Sonderregelung eine Auszahlung von 1:1, das bedeutet, man erhält seinen getätigten Einsatz doppelt wieder zurück.
Die speziellen Sucker-Einsätze
Wer sich auf die oben genannten Einsatz-Arten nicht verlassen möchte, für den stehen auch noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Diese sind in der Craps-Regelung unter dem Namen Sucker-Einsätze bekannt. Doch gerade vor diesen wird unter den Spielern abgeraten, da diese recht risikoreich einzustufen sind. Der Vorteil besteht darin, dass man sich seine Gewinnchancen bereits im Vorfeld ausrechnen kann. So ist es leichter, seine Einsätze zu tätigen und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeitsberechnung in seine Überlegung mit einzubeziehen.
Dies alles erscheint einem Anfänger auf den ersten Blick etwas kompliziert, doch nach den ersten Würfen und der Einhaltung dieser recht einfachen Regeln, ist ein spannendes Spiel garantiert. Spannend vor allem deswegen, weil man den Würfeln vertrauen muss und dies eher etwas mit Glück und nicht mit Können zu tun hat. Wohl gerade deswegen hat Craps an Anhängern und Fans hinzugewonnen. Man weiß im Vorfeld nicht, ob man den Tisch als Verlierer oder als Gewinner verlässt. Das Problem ist im Allgemeinen eh nicht das Spiel, sondern die richtige Platzierung der einzelnen Einsätze, doch gerade das erhöht den Puls und die Spannung. Der Suchtfaktor ist relativ groß, hat man einmal mit dem Spiel begonnen, kann man nicht mehr so schnell wieder damit aufhören. Und mit der richtigen Strategie und einem gewissen Durchhaltevermögen wird man früher oder später auch erfolgreich sein können.
Doch die Betreiber, die diese Plattformen in Online-Casinos zur Verfügung stellen können sich nicht allein auf ihr Glück verlassen. So wird es die mitspielende Bank auf jeden Fall versuchen, sich irgendeinen Vorteil gegenüber den teilnehmenden Spielern zu sichern. Doch es ist als Spieler nicht vollkommen unmöglich, sich gegenüber der Bank zu wehren und es ihr beim Gewinnen schwer zu machen. Dies ist recht einfach, wenn man weiß, wie das funktioniert.
Das Spiel gegen die Bank und der mögliche Erfolg
Spielt man gegen die Bank, kann man meist davon ausgehen, das man einen gewissen Nachteil hat. Vergleicht man die unterschiedlichen Einsatz- bzw. Wettmöglichkeiten, so wird man schnell merken, dass einige besser sind als die anderen und bei einigen die Chancen schlechter stehen. Wer hier ein bisschen forscht und die Spiele im Allgemeinen einmal beobachtet, wird recht schnell merken, dass es doch einige Chancen gibt, es mit der Bank aufzunehmen und diese zu überlisten, sodass doch eine Gewinnchance besteht. Denn nur so ist es möglich, auf lange Sicht gesehen zu gewinnen und mit einem positiven Konto den Tisch zu verlassen.
Man unterscheidet grundsätzlich schon einmal zwischen guten und schlechten Wetten. Man kann hier ganz einfach die guten Wetten mit den besseren Wetten kombinieren. Schon bei einfachen Sätzen kann man den gewissen Vorteil, den die Bank hält, ein wenig einschätzen. Doch das Geheimnis liegt in der Ruhe, man sollte nichts überstürzen und mit Souveränität und Sorgfalt handeln.
Die versteckten Odd Bet-Einsätze
Sehr beliebt sind hierbei die sogenannten Odd Bets. Denn diese laufen im Verborgenen und sind am Tisch nicht sichtbar. Die Gewinnchancen hierbei sind als sehr hoch einzuschätzen, daher wird diese Möglichkeit auch selten von der Bank öffentlich angesprochen. Es besteht die Möglichkeit die Odd Bet parallel zur normalen Wette laufen zu lassen. Hat der Werfer einen Punkt geworfen, kann man ebenfalls eine Odd Bet zur einfachen Wette spielen. Diese einfachen Wetten sind, wie bereits erwähnt, Come, Don’t Come, Pass oder Don’t Pass. Es gilt zu beachten, dass die Odd Bets begrenzt sind, meist auf den zwei- oder dreifachen Einsatz. Setzt man beispielsweise 20 Euro auf die Pass-Line, kann man weitere 40 Euro auf zwei Odd Bets setzen. So wird der Vorteil der Bank auf ein Minimum reduziert. Manchmal ist als Anreiz auch ein höherer Einsatz bei den Odd Bets möglich. Durch diese Spielweise sind auch die langjährigen Profi-Craps-Spieler zu erkennen, denn diese sind immer bestrebt, den Bankvorteil zu minimieren. Daher spielen die Profis auch meist nur auf einfache Wetten wie Pass oder auch Don’t Pass, dann eben wie beschrieben, mit den oben genannten Odd Bets.
Dabei macht es keinen Unterschied, ob man live am Tisch steht und spielt oder aber Online-Craps bevorzugt. An den jeweiligen Regeln ändert sich nichts. Doch für beide Varianten gilt, auch wenn die Verlockung und die Gewinnaussichten groß sind, dass man sich vor Spielbeginn ein eigenes Limit setzen sollte, was das Geld angeht. Dies ist besonders im Online-Bereich sehr wichtig, da man schnell den Überblick verlieren kann, wenn man das Geld nicht in den Händen hält. Doch der Reiz des Spiels ist auf jeden Fall gegeben, gerade weil es so viele unterschiedliche Arten der Wetteinsätze gibt. Dies ist in dieser Form in keinem anderen Spiel möglich. Daher sind diese Veranstaltungen sehr beliebt und die Tische in den Casinos voll besetzt, die Zuschauer drängen sich um das Geschehnis. Man spürt den Nervenkitzel bei jedem Wurf und die Freude und der Ärger liegen hier nah beieinander.
Wer nicht öffentlich spielen möchte, der beschränkt seine Spielleidenschaft auf das Online Craps. Hier besteht unter anderem auch die Möglichkeit, ein Single-Spiel zu starten. Man würfelt hierbei selbst. Also Gewinner steht man fest, wenn man eine 2, 3, 7 oder eine 12 würfelt. Das Gleiche gilt für die Kombination mit 1 und 2 oder aber auch bei einer 5 in Verbindung mit einer 6. Am meisten “verdient” man allerdings bei einem Paar mit 1 oder bei einem Paar mit 6. Dann ist die Freude verständlicherweise groß. Setzt man zusätzlich noch auf die Hardaway-Wetten, so können sich die Einsätze bzw. die Quoten noch einmal deutlich erhöhen. Doch diese Wetten sind, wie der Name schon sagt, schwer zu erreichen. Unter Hardaway versteht man, dass die ausgewählte Zahl nur in einer bestimmten Würfelkombination gewürfelt werden darf. Da wäre ein Hardaway 4 z. B. eine 2 und eine 2, ein Hardaway 8 würde dann eine 4 und eine 4 bedeuten. Auch hier sind die Auszahlungen unterschiedlich und die Quoten variieren. Diese liegen allerdings meist zwischen 5:1 und 7:1.
Natürlich dient diese Ausführung nur für einen groben Überblick, die richtige Erfahrung und die Möglichkeiten die Einsätze richtig zu setzen, bekommt man erst, wenn man selbst spielt. Man kann die Mitspieler beobachten und die jeweiligen Strategien besser beurteilen. Es empfiehlt es sich vor Spielbeginn die genauen Bestimmungen und Tischregeln zu beachten, diese können leicht abweichen und sind je nach Casino unterschiedlich. Grundsätzlich ändert sich aber nichts. Man wird auf jeden Fall einige kurzweilige Stunden mit Craps verbringen können, die sich hoffentlich auch finanziell bemerkbar machen.


