Rummy

Jeder, der sich intensiv mit Kartenspielen befasst, wird schon einmal Kontakt mit Rommé gehabt haben. Das Spiel, das den Ruf hat, eher der älteren Generation vorbehalten zu sein, erfreut sich mittlerweile auch bei jüngeren Menschen immer größer werdender Beliebtheit. Besonders Rummy, eine Abwandlung des traditionellen Kartenspiels, wird gerne angenommen. Schaut man auf die Angebote der Online-Casinos, wird man feststellen, dass sich Gin Rummy hierbei durchgesetzt hat. Die Regeln für die unterschiedlichen Varianten unterscheiden sich nur minimal. Wer die Grundregeln beherrscht, ist in der Lage, alle Varianten zu spielen.

Grundregeln von Rummy
Das Gin Rummy-Spiel wird mit einem ganz normalen Kartendeck genauso wie beim Blackjack gespielt, dieses besteht aus 52 Karten. Davon werden, je Spieler 10 Karten ausgegeben. Im Uhrzeigersinn wird anschließend je eine Karte vom Kartenstoß aufgenommen und eine Karte wieder abgelegt. Hierbei haben die einzelnen Karten einen unterschiedlichen Wert. Das As zählt 1 Punkt, Bube, Dame oder König je 10 Punkte. Alle anderen Karten entsprechen dem Zahlenwert bzw. ihrer Augenzahl, der darauf angegeben ist. Sollte die Summe der verbliebenen Karten den Wert 10 erreichen, darf man auslegen oder klopfen. Ist es möglich, alle Karten auszulegen, dann bekommt man dafür einen “Gin”. Dies bringt einem für den weiteren Spielverlauf 25 Punkte ein.

Ziel von Rummy ist es, Gruppen mit den gleichen Karten oder auch Straßen in der gleichen Farbe zu sammeln. Daher ist es sehr wichtig, dass nicht die falschen Karten abgelegt werden. Man könnte sie später noch einmal benötigen. Auch ist es von Bedeutung, welche Karten der Gegner benötigt. Gewinner der gespielten Partie ist derjenige, der nach dem Ablegen die niedrigste Augenzahl vorweisen kann. Hierbei geht die entstandene Differenz der jeweiligen Augenzahl in die Punktebewertung mit ein. Gewinner des gesamten Spiels ist derjenige, der zuerst die vor dem Spiel vereinbarte höchste Punktezahl erreicht hat. Die Vereinbarungen können die Punkte 50, 100 sowie 200 beinhalten, je nachdem, wie viele Spieler bzw. wie lange man spielen möchte. Neben Gin Rummy wird auch noch sehr gern die Variante Oklahoma Gin gespielt.

Der Spielablauf im Einzelnen
Was gespielt wird, sollte vor Spielbeginn geklärt werden. Im Online-Casino hat man die Möglichkeit, hier per Button auszuwählen. Die erste angezeigte Karte darf abgelehnt werden. Hier für muss der “Passen-Button” gedrückt werden. Die Anzeige ist recht übersichtlich. Es werden die jeweiligen Karten auf dem Bildschirm aufgefächert dargestellt, der jeweilige Benutzername steht darunter, ebenso die Anzahl der erreichten Punkte. In der Mitte des Spielfelds sieht man 2 Kartenstapel. Der Stapel, der offene Karten zeigt, wird als Ablagestapel bezeichnet. Als Spieler hat man die Möglichkeit, Karten vom offenen Stapel zu entnehmen oder aber von dem Stapel mit den verdeckten Karten. Hierzu klickt man ebenfalls wieder mittels Maus auf den entsprechenden Stapel. Das Ablegen funktioniert genauso. Man klickt auf die auszutauschende Karte und zieht sie, mittels gedrückter Maustaste (Drag & Drop), auf den Ablagestoß.

Jeder Spieler hat ebenfalls die Möglichkeit, seine Karten in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die ist auch zu bewerkstelligen, während der Gegenspieler mit seinem Zug an der Reihe ist. Man muss hierfür nur die Karte anklicken und diese an den gewünschten Ort ziehen. So erhält man eine bessere Übersicht über seine Karten. Jeder einzelne Spieler hat auch einen “Klopfen” Button zur Verfügung. Dieser ist ab dem Zeitpunkt aktiv, wenn der Spieler mit seinen Karten einen Wert von 10 oder kleiner erreicht hat. Sollte man eine Straße oder eine Gruppe auf der Hand haben, wird diese ebenfalls farblich markiert, indem über den Karten ein Balken sichtbar wird. So behält man selbst als Anfänger-Spieler immer den Überblick und übersieht nichts. Ausgespielte Karten befinden sich in der Mitte des Spielfeldes. Konnte ein Mitspieler auslegen, besitzt der Gegner aber auch eine Straße oder eine Gruppe auf der Hand, wird diesem ebenfalls die Möglichkeit gegeben, diese auszulegen. Hat dieser nichts auf der Hand, dann klickt dieser auf den “Weiter”-Button.

Allgemeine Rummy Spielregeln
Die Variante Gin Rummy ist für 2 Spieler konzipiert. Hierfür werden 52 Karten benötigt. Nach der Verteilung von jeweils 10 Karten, beginnt der Spieler, der nicht ausgeteilt hat, mit dem Spiel. Dieser darf nun eine Karte von einem Stapel in der Mitte nehmen. Will er keine Karte nehmen, verzichtet er und gibt dem Gegner die Möglichkeit, eine Karte zu ziehen. Anschließend wird abwechselnd gezogen und abgelegt. Erst dann ist ein Spielzug vollzogen. Man ist stets bemüht, bestimmte Kartenkombinationen zu sammeln, um diese ablegen zu können. Eine komplette Kombination besteht aus mindestens 3 gleichwertigen Karten. Auch hier sind wieder eine Gruppe oder aber eine Straße das Ziel. So kann man z. B. 3 Karten der gleichen Farbe sammeln (3 Herz-Damen) oder aber auch 3 aufeinander folgende Karten (Herz 9, Herz 10 und Herz Bube). Es ist jede Karte nur einmal zählbar, sie darf also nicht für mehrere Kombinationen verwendet werden.

Man kann, wenn man eine Karte gezogen hat, bereits “klopfen” und muss erst im Anschluss wieder eine Karte ablegen. Man darf auslegen, wenn nach dem Wegwerfen einer Karte der Wert auf der Hand der ungebrauchten Karten 10 oder kleiner beträgt. Konnte der erste Spieler klopfen, so muss auch der Gegenspieler seine Karten offen auslegen. Er kann allerdings versuchen, seine ungenutzten Karten an die des Gegners anzulegen, dies ist allerdings nur möglich, wenn diese passend sind. Hat der erste Spieler also z. B. 3-mal die 8er Karten abgelegt, so kann der Gegenspieler die 4te 8er Karte anlegen, sollte er diese auf der Hand liegen haben. Hat der Spieler, der klopfen konnte, keine Karten mehr auf der Hand, dann wird dies als Gin bezeichnet. Dann wird der vorgesehene Bonus gewährt. Ebenso hat der Gegenspieler dann keine Möglichkeit mehr, seine Karten anzulegen. Auf diese Weise werden die Punkte gesammelt, bis man die Anzahl (50, 100 oder 200 Punkte) erreicht hat, die vorher vereinbart wurde.

Oklahoma-Gin – die beliebte Variante im Internet
Unter Oklahoma-Gin versteht man eine weitere Variante von Gin Rummy. Diese wird meist gespielt, wenn man etwas Abwechslung ins Spiel bringen möchte. Hier bestimmt bereits die erste Karte den Spielverlauf, denn diese ist entscheidend, ab welcher Punktzahl man überhaupt auslegen kann. Sollte es sich bei der ersten Karte um ein As handeln, dann darf man nur mit einem Gin auslegen. Auch werden hier alle Restpunkte doppelt gezählt. Dies aber nur, wenn es sich bei der ersten Karte um ein Pik gehandelt hat. Die Punktebewertung ist mit den anderen Varianten gleich. Aufsteigend geht die Reihe beginnend bei As, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Dame und König. Das As erhält hierbei einen Punktewert, während die anderen Bildkarten Bube, Dame und König 10 Punkte wert sind. Die Zahlen 2 bis 10 haben den Wert, der auf ihnen angegeben wurde. Gezählt werden die Punkte auf der Hand, die verbleiben, wenn der Gegenspieler ausspielen konnte. Dies sind dann die sogenannten Restpunkte. Hat der Spieler, der nicht auslegen durfte, allerdings weniger Punkte als der Ausleger, dann bekommt dieser die Differenz der Punkte gutgeschrieben. Zusätzlich erhält dieser einen Bonus, der 20 Punkte beträgt. Diese Vorgehensweise ist unter dem Begriff “unterschnippeln” bekannt. Auch bei einem Gin werden, die bereits erwähnten, 25 Bonuspunkte auf das Siegerkonto gutgeschrieben.

Weitere Rummy Varianten und Abwandlungen
In einigen Ländern (Naher Osten, Türkei) wird Rummy auch mit besonderen Spielsteinen gespielt. Ebenfalls bekannt sind die asiatischen Varianten, die als Mah Jong bekannt sind. Das Prinzip ist hier das Gleiche, auch hier müssen bestimmte Spielsteine abgelegt werden. Mah Jong zählt zu einem Spiel mit sehr alter Tradition und kann ebenfalls online gespielt werden. Hierzu ist kein Gegenspieler notwenig, man spielt gegen sich selbst. Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack, ob man lieber mit Karten spielen möchte oder mit Spielsteinen, die Grundregeln sind miteinander vergleichbar.

In einigen Spielcasinos wird auch Rummy 500 angeboten. Diese Spielart ist ein wenig abgeändert, hat aber trotz allem viele Fans. Hier erhält jeder Spieler 7 Karten. Es dürfen bei dieser Form 2 bis maximal 8 Spieler teilnehmen, was das Spiel an sich recht interessant gestalten lässt. Zuerst einmal muss der Kartengeber ausgelost werden oder aber man einigt sich im Vorfeld darüber. Nach dem Austeilen wird die letzte Karte offen oben auf den Ablagestapel gelegt. Die übrigen Karten legt man abgedeckt daneben. Für den genauen Überblick sortiert man seine Karten und verschafft sich einen genauen Überblick. Danach wird reihum folgendermaßen weitergespielt.

Jeder Spieler hat bei dieser Variante 3 Möglichkeiten, seine Karten zu ziehen. Entweder wird die oberste Karte des Ablagestapels gezogen oder man nimmt die oberste verdeckte Karte des Talon-Stapels auf. Alternativ kann man auch die Karte, die unter der verdeckten Karte des Spiels liegt, ziehen. Gleich darauf ist es möglich, eine Gruppe oder eine Straße zu melden. Allerdings sollte hierbei bedacht werden, dass auch die darüberliegenden Karten auf seine Hand mit aufgenommen werden müssen. Es dürfen auch mehrere Karten angemeldet werden, um diese abzulegen. Diese Gruppen und Figuren sind gleichzusetzen wie die beim traditionellen Rummy, auch hier wird nach der gleichen Farbe oder nach aufsteigenden Werten gespielt. Es müssen auch hier mindestens 3 Karten sein, diese werden als Sequenzen bezeichnet.

Besser sind allerdings 4 Karten (Sätze), so z. B. 4-mal König oder 4-mal Bube. Das As hat hierbei eine besondere Bedeutung in seiner Bewertung. Wird ein As für eine Sequenz benötigt, zählt dieses 1 Punkt, allerdings 11 Punkte, wenn diese in Sätzen verwendet werden. Joker, die man auf der Hand hat, können für den Wert eingesetzt werden, den man gerade benötigt. Man darf auch die Karten seines Gegners ergänzen, wenn diese regelkonform angelegt werden können. Reihen in auf- und absteigender Form sind erlaubt, allerdings nicht um die Kurve, wie z. B. König, As und 2. Dies ist als Sequenz nicht gestattet. Sätze dürfen keine gleichen Symbole beinhalten, K, K, K, K sind also hierbei nicht erlaubt. Es ist vorgeschrieben, dass Figuren gemeldet und ergänzt werden müssen, bevor der Spieler eine Karte auf den Ablagestapel wirft und somit das Spiel beendet werden kann.

Meldet man eine natürliche Zahl mit zwei Jokern an, dann muss vorher klar und deutlich gemeldet werden, ob es sich um einen (Drilling) Satz oder um eine Sequenz handelt. Auch muss gemeldet werden, wie die Joker eingesetzt werden, bzw. welche Karten diese ersetzen sollen. So müssen diese auch dann ausgelegt werden. Auch mit Jokern darf der Satz nicht mehr wie 4 Karten ausmachen. Hat man eine Figur einmal angemeldet, so darf sie später nicht anders kombiniert werden, auch dann nicht, wenn sich andere Kombinationsmöglichkeiten ergeben würden. Der Joker in der Hand ersetzt übrigens einen Punktewert von 15.

Ziel und Spielende von Rummy
Ziel des gesamten Spiels ist es, seine erspielten Figuren zu melden und mit den Karten seine Figuren zu ergänzen. Auf diese Weise kann man sich eine Menge an Punkten erspielen. Schließlich möchte man die geforderte Punktezahl schnellstmöglich erreichen, um als Sieger den Tisch zu verlassen. Auch wenn man einmal keine gute Hand hat, sollte man darauf achten, dass am Ende möglich wenig Punkte auf der Hand verbleiben. So kann man die negativen Punkte wenigstens etwas reduzieren und das Spiel verlängern.

Es gibt noch viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten, die sich im Spielverlauf ergeben. Diese werden dann so, wie es die Regelung besagt, gespielt. Dies alles klingt im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, klärt sich aber im Spielverlauf schnell auf. Man wird merken, worauf man achten muss und wie man die Spielzüge des Gegners beurteilen kann.

Auf der Suche nach einer geeigneten Plattform für Rummy wird man noch auf weitere Varianten treffen, die nicht so bekannt sind, aber trotzdem Anhänger findet. Hierzu zählt das Wiener (Knock) Rummy genauso wie Contract Rummy oder aber Canasta, das auch einigen bekannt sein dürfte. In den Online-Casinos werden für die unterschiedlichen Formen auch Online-Kurse angeboten, die zumindest die Grundregeln und Abwandlungen erklären, damit man sich mit seiner Spielweise an die Begebenheiten anlehnen kann. Ob Profi oder Anfänger, es können grundsätzlich alle Spieler miteinander spielen. Durch häufiges Spielen bekommt man Routine, muss nicht mehr so viel überlegen und kann auch einmal etwas mehr wagen.

CasinoWelt.com Bewertung

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