Bwin kauft Party Casino

Bwin kauft das Party Casino – zwei Top Anbieter fusionieren und lassen Aktionäre vor Freude in Jubelsänge ausbrechen. Beide Unternehmen haben sich in den letzten Jahren einen guten Ruf in der Casinowelt erarbeitet, so dass wir auf die zukünftige Zusammenarbeit sehr gespannt sind!

Fusion von Bwin und Partygaming
Einen bitteren Nachgeschmack hat die Fusion von Bwin mit dem britischen Unternehmen PartyGaming dennoch, denn mit der Verlegung der Wiener Zentrale werden zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut. Auch die Steuereinnahmen sinken drastisch.

partycasinoNach langem Hin und Her ist es nun endlich soweit: Bwin und PartyGaming werden eins. In dieser Kombination wurde das größte börsennotierte Glücksspielunternehmen der gesamten gegründet. Um diese Fusion zu erreichen, wurde ein neuer Sitz in Gibraltar ausgewähnt. Die Fusion selbst entsteht als eine Gesellschaft nach Europäischem Recht. Mit 51,6 Prozent erhält Bwin den Löwenanteil am neuen Unternehmen, während PartyGaming 48,8 Prozent des „New Partygaming“, dem neuen Glücksspielunternehmen, besitzt. Insgesamt 2,5 Milliarden Euro kostet dieser Zusammenschluss. Doch es gibt eben auch eine Kehrseite der Medaille, denn Bwin verabschiedet sich nun von der Wiener Börse und wird als neue Gesellschaft in London notieren. Geschätzter Börsenwert derzeit: Etwa 2,29 Milliarden Euro.

Konzernspitze steht fest
Die Konzern-Spitze dreht mit der neuen Fusion. Während bislang Norbert Teufelberger und Manfred Bodner die Chefs im Hause Bwin waren, gehen diese fortan getrennte Wege. CEO des neuen Unternehmens wird Teufelberger sein. Fürs Geld ist der neue Finanzchef und Party-Gaming-Boss Jim Ryan zuständig. Auch Bodner fand seinen neuen Platz im Unternehmen. Er wird von nun an für die Markenintegration im Verwaltungsrat zuständig sein. Auch strategischer Verkauf gehört zu deinen neuen Aufgabenbereichen. In den Gremien der neuen Gesellschaft gibt es Gerechtigkeit hinsichtlich der nicht geschäftsführenden wie geschäftsführenden Vertreter. Beide Unternehmen dürfen gleich viele Vertreter stellen.

Es gibt kein Pflichtangebot für Aktionäre von Bwin. Sämtliche Kernaktionäre hatten bereits in den außerordentlichen Hauptversammlungen einem Zusammenschluss zugestimmt, beziehungsweise sich verpflichtet, zuzustimmen. Ziel ist es, den Bwin-Aktionären nach der Fusion 12,23 Papiere von „New PartyGaming“ zu geben – für jeweils eine Bwin Aktie. 25% aller Aktionäre könnten auf Wunsch eine Barabfindung erhalten. Mehr sei nicht drin, da einem solchen Deal 75% oder mehr der Eigentümer zustimmen müssen.

Noch kann niemand genau sagen, wie viele Arbeitsplätze die Fusion letzten Endes kosten wird. Das bestätigte auch Bodner in einem Interview mit der Presse. Es ginge auch eher um Skalierungs- wie Liquiditätseffekte, als um die Mitarbeiterzahlen.

Bevorstehender Umzug
Insgesamt 1.500 Mitarbeiter stehen bei Bwin unter Vertrag. Davon sind es allein in Wien 800 Mitarbeiter, die im Hauptquartier tätig sind. Durch die Fusion wird es einen Umzug des Hauptsitzes nach Gibraltar geben. Die Planung geht dahin, Wien weiter präsent zu halten, da es sich bei dem ehemaligen Hauptsitz um eines der Bwin Kompetenzzentren handelt. Es wird sicherlich einige Veränderungen im Personal geben, wobei zumindest IT- wie Marketingprofis weiterhin in Wien beschäftigt bleiben sollen.

Ein weiteres Ziel der Fusion ist eine Realisierung eingeplanter Synergien binnen der kommenden zwei Jahre. So beziffert Bwin den Effekt auf 55 Millionen Euro brutto. Einsparungen in Höhe von 42 Millionen Euro seinen möglich, 13 Millionen fallen auf die Cross-Selling Umsätze. Analysen von Profis brachten der neuen Fusion ein Lob ein, denn es handle sich um eine strategisch weise Entscheidung, zwei solch erfolgreiche Unternehmen fusionieren zu lassen. Während Party Gaming durch sein Poker, das Online Casino und den Gaming Bereich überzeugt, etabliert sich Bwin vor allen Dingen im Bereich der Sportwetten. Laut Analysten sei sogar noch ein größer Synergie- Effekt möglich, als der von Bwin errechnete.

Bodner äußerte sich kritisch gegenüber der Standortpolitik in Österreich. Aktuell müsse Bwin noch etwa 6 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Dieses laufende Steuerverfahren erschwere es dem nun internationalen Unternehmen, die Ziele durchzusetzen.

Im vorletzten Jahr wurden vom Unternehmen Bwin rund 45 Millionen Euro in Form von Gehältern gezahlt, allein 26 Millionen Euro entfielen auf Lohnsteuern und weitere steuerliche Abgaben. Das Unternehmen kaufte 2009 externe Dienstleistungen in Höhe von etwa 30 Millionen Euro, wobei künftig ein Großteil all dieser Kosten wegfallen wird.

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